NFS Verzeichnisse mit Mac OS X mounten

Wer versucht unter Mac OS X ein NFS Freigabe von Linux zu mounten stößt auf das Problem, dass OS X versucht von nicht reservierten Ports auf den Server zuzugreifen. Das liegt daran, dass Apple das Betriebssystem auf den FreeBSD Kernel aufgesetzt hat und NFS da auf diese Weise implementiert wurde.

Finder Problem

Wenn man versucht über Finder -> Gehe zu -> Mit Server verbinden das Netzlaufwerk zu verbinden, quittiert der Linux Server das in /var/log/messages mit:

kernel: nfsd: request from insecure port (xxx.xxx.xxx.xxx:49646)!
Der Port "49646" wurde von unserem Tiger frei gewählt, obwohl es dafür einen dedizierten Port gibt.

Die Unsichere Lösung

Wem die Sicherheit egal ist, kann auf dem Linux Server in der Datei /etc/exports beim jeweiligen Share die Option "insecure" aktivieren. Damit dürfte das ganze auch mit dem Finder funktionieren.

Die sichere Lösung

Wenn man keine Admin-Rechte auf dem Fileserver hat - oder auf Sicherheit Wert legt - kann man dem mount Kommando auch sagen, dass er den reservierten Port verwenden soll.
Hierfür öffnen wir erstmal ein Terminal: Desktop -> Macintosh HD -> Programme -> Dienstprogramme -> Terminal.
Hier können wir jetzt ohne den ganzen grafischen Schnickschnack Befehle eingeben :)
Das Kommando zum mounten lautet sinnigerweise "mount" und darf nur vom Admin zum Einbinden von Laufwerken verwendet werden. Um uns als SuperUser auszuweisen stellen wir dem Befehl noch ein "sudo" voran. Damit der privilegierte Port zum Einsatz kommt verwendet man die Option "-P". Und um die Option anzugeben noch ein "-o" davor. Das ganze sieht dann folgendermaßen aus:

sudo mount -o -P xxx.xxx.xxx.xxx:/foobar /verzeichnis/an/das/wir/foobar/binden/wollen/
Wegen des sudo werden wir dann nach dem lokalen Admin Kennwort gefragt, und schon ist das Netzlaufwerk gemountet. Allerdings nur temporär. Bei einem Neustart ist es wieder getrennt. Automount HowTos gibts bei Google wie Sand am Meer, ich wollte Euch hier lediglich zeigen, wie das ganze von der Shell aus funktioniert.

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